TrackIR 5 mit Rise of Flight

TrackIR 5

Einführung
Irgendwo habe ich mal gehört, TrackIR sei neben dem Joystick das unverzichtbarste Eingabegerät für Flugsimulatorspieler. Und ich muss bestätigen, dass diese Aussage stimmt. Als ich 2006 den TackIR 3 für meine Ausflüge in die IL2-Welt erworben habe, war ich regelrecht überwältigt von dem Freiheitsgefühl. Die Möglichkeit den Kopf „frei“ im virtuellen Cockpit zu bewegen fühlt sich erstaunlich natürlich an und nach kurzer Zeit möchte man auf den TrackIR nicht mehr verzichten.



TrackCap mit Reflektor – beide gehören zum Lieferumfang | Headset mit TrackClip PRO | Der TrackIR 5

Mit Erscheinen des neuen Ersten-Weltkriegs-Flugsimulators Rise of Flight, habe ich mir dann endlich den TrackIR 5 mit TrackClip PRO zugelegt. Für mich war dieser Wechsel technisch ein großer Sprung nach vorn. Der TrackIR 5 ist kleiner und besser am Monitor zu installieren. Besonders praktisch ist die Magnethalterung, die das Gerät mit dem Fuß verbindet. Damit kann man den TrackIR leicht auf dem Monitor in die gewünschte Richtung drehen oder, wenn man will, sogar ganz ohne Probleme vom Fuß abziehen, um das Gerät dann zum Beispiel in sein eigenes, selbst konstruiertes, Heimcockpit einzubauen.

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Track IR Software
Auch softwaretechnisch hat sich einiges getan. Die Version 5 der TrackIR-Software kommt viel ansprechender und leichter zu bedienen daher. Profile sind einfach zu verwalten und die Einstellungen an den Empfindlichkeitskurven erfolgen auch sehr komfortabel. Mit einem Vorschaufenster, in dem man sich mit seinem virtuellen Kopf in einer Drahtgitterkugel befindet, die mit Gradzahlen beschriftet ist, kann man ganz bequem und intiutiv seine Einstellungen überprüfen. Dabei stehen dem Benutzer neben der 3D-Standardansicht verschiedene Sichtmodi zur Verfügung. Besonders empfehlenswert ist die Panoramaansicht, wo ein Cockpit eingeblendet wird.


Insgesamt sechs Freiheitsgrade (6 DOF) stehen zur Verfügung

Der Sprung vom TrackIR 3 zum Track IR5
Im Spiel zeigt der neue TrackIR 5 aber richtig seine Stärken. Als Rise of Flight im Sommer 2009 erschien, spielte ich es anfänglich mit TrackIR 3, dabei konnte ich nur auf zwei Freiheitsgrade zugreifen, da ich die Vector Expansion für den TrackIR nicht erworben habe. Freiheitsgrade oder Degrees of Fredom (DOF) bezeichnen, welche Kopfbewegungen im virtuellen Cockpit gemacht werden können. Am gängigsten sind zwei (2 DOF) und sechs (6 DOF) Freiheitsgrade. Während man bei zwei Freiheitsgraden der Kopf nur drehen (yaw) und nicken (pitch) kann, ermöglichen die sechs Freiheitsgrade außerdem den Kopf zu rollen (roll) und auf den X-,Y-,Z-Achsen bewegen, was es zum Beispiel möglich macht sich über dem Cockpitrand hinauszulehnen und zu sehen was sich unter einem befindet ohne das Flugzeug selber dabei zu bewegen. Im Gegensatz zu TrackIR 3 gehören die sechs Freiheitsgrade bei TrackIR 5 schon zur Grundausstattung und schaffen so die Grundlage für ein unglaubliches Freiheitsgefühl im virtuellen Cockpit. Und genau das ist auch wichtig.


Seitlich gelehnt an den MG vorbeigeschaut mit 6 DOF

Mit dem TrackIR 5 im Einsatz
Bei den Flugzeugen, die Rise of Flight simuliert, handelt es sich um Flugzeuge des Ersten Weltkriegs, also um Flugzeuge, die etwas mehr als zehn Jahre nach dem ersten Flug der Gebrüder Wright in diesen Konflikt eingriffen. Wenn man beim Fliegen mit Rise of Flight ein realistisches Flugerlebnis haben möchte so muss man also auf Radar und Zielaufschaltung verzichten. So erweisen sich die sechs Freiheitsgrade als unverzichtbares Mittel um im Luftkampf nicht die Orientierung zu verlieren und ständig über die Gegner informiert zu bleiben. Ein schneller Blick über die Schulter oder über den Cockpitrand geht auf Grund der höheren Auflösung und des größeren Sichtfelds des neuen TrackIR 5 im Vergleich zum TrackIR 3 schnell und flüssig von statten. Mit ein wenig Übung ist es sogar möglich seine Sicht mit einer präzisen Bewegung hinter dem MG zu platzieren, um so über Kimme und Visierkreuz zu zielen – man muss dabei bedenken, dass es zu dieser Zeit etwas wie Reflexvisiere oder ähnliches nicht gegeben hat. Auch hat man leichteren Zugriff auf die, zugegebenermaßen, spartanischen Cockpit-instrumente.


Außergewöhnliche Ansicht der MG mit 6 DOF

Das TrackIR mit Zubehör
Ich empfehle außerdem die Benutzung des TrackClip PRO. Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät an dem sich drei Infrarotstrahler befinden und welches einfach an einem Headset befestigt werden kann. Der Vorteil liegt auf der Hand. Man kann zum einen auf die TrackIR-Mütze mit den Reflektoren verzichten kann und zum anderen den Filter des TrackIR 5 noch unempfindlicher für von außen einfallendes Licht (Fenster von hinten zum Beispiel) einstellen kann.


Nahezu jeder Blickwinkel ist mit dem TrackIR erreichbar

Einstellungen des TrackIR
Hat man aber keinen TrackClip PRO, dann ist es aus Erfahrung ratsam, jedenfalls für Rise of Flight, den TrackIR 5 etwa 20-25 cm höher aufzustellen, als in der Anleitung beschrieben. Durch die vielen für das Spielen notwendigen Kopfbewegungen kann es, kann es vorkommen, dass der Schirm der mitgelieferten Mütze (TrackCap), vor allem wenn man nach oben schaut, die Reflektoren verdeckt. Ist der TrackIR 5 etwas höher plaziert, so verringern sich diese Verdeckungen auf ein Minimum. In jedem Fall sollte man sich aber ein wenig Zeit nehmen, um die Einstellungen und Empfindlichkeiten des TrackIR 5 für Rise of Flight sorgfältig vorzunehmen, was natürlich auch für andere Simulationen und Spiele gilt, die von TrackIR unterstützt werden.

Fazit
TrackIR 5 vermittelt mir glaubhaft Gefühl in einer diesen fliegenden Kisten von Rise of Flight zu sitzen und erhöht die Intensität und den Realismus des Luftkampfs. Die Hardware leicht zu installieren und Software ist eingängig sowie benutzerfreundlich zu handhaben. TrackIR 5 ist für mich tatsächlich zu einem unverzichtbaren Eingabegerät geworden!

Infos
Die offizielle deutsche TrackIR Website von 2connect